Du bist ein Optimist. Dieser Satz begegnet mir in vielen Nuancen oft. Oft auch mit der Einschätzung dass man die „wirklichen“ Gefahren und Risiken nicht richtig erkennt, verdrängt oder schön redet und sich vielleicht auch zu wenig empört über die Ungerechtigkeiten der Welt.
Jedenfalls so scheint mir manchmal ist der Zustand des Optimismuses , der Offenheit und der Zuversicht schnell im Verdacht einer gewissen Naivität oberflächlicher Sichtweisen.
Ich frage mich was der Pessimist mit den vielfach oft analytisch anschaulich begründeten Ohnmachtserzählungen gerade was Prozesse und Entwicklungen betrifft die in vielen Aspekten außerhalb unserer persönlichen Armlängen liegen, bezweckt.
Manchmal kommt es mir so vor dass in diesen „Analysen und Erzählungen“ der Hauptgewinn in der Herstellung eines gemeinschaftliche Leidens an der Welt ist. Vielleicht so habe ich manchmal den Verdacht hat Leiden und Aussichtslosigkeit oft einen gewissen gemeinschaftlich tröstenden Konsens. Vielleicht ist gemeinschaftlicher Untergang besser zu ertragen als individueller persönlicher.
Gleichzeitig weiß ich aus Erfahrung dass die Kraft gemeinschaftlicher Zuversicht in gelingende Prozesse und Entwicklungen ungemein stark und seht bereichernd ist,
Im Grunde ist sie die Grundlage unseres Lebens und unserer Lebendigkeit.
Ein Gedanke der mich auch beschäftigt sind die Aussagen von Thomas Metzinger in seinen Büchern (Bewusstseinskultur 2023; der Elefant und die Blinden 2025) von einem Scheitern des Menschen angesichts der Klimakrise. Es sieht es als Aufgabe zumindest in Würde zu Scheitern angesichts der eigenen und kollektiven Unzulänglichkeiten im Umgang mit der Klimakrise und ihren Folgen.
Für mich ist das ein herausfordernder und auch schwieriger Gedanke. Der von Konzepten und Wahrscheinlichkeiten geprägt ist die weit in die Zukunft reichen.
Alexander