Übers Alt werden…

Erster Eintrag am 21.03.2021

Übers Alt werden…

 

Gemeinsam alt werden…. Ja das tun wir mittlerweile auf eine komfortable Weise und Gott sie Dank auch relativ gesund.

Meist finde ich es interessant und spannend alt zu werden. Auch über 5 Jahre nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit genieße ich es noch sehr das Aufwachen und den Morgen nach meinem Tempo und nach meiner Form gestalten zu können zumindest meistens, wenn keine Morgentermine anstehen, was in den Rückzugszeiten wegen des Viruses meist nicht der Fall ist.

So kann ich meist genüsslich meinen Morgenespresso genießen meine Morgenmeditation auf die Schafwiese halten und meine immer vielfältiger werdenden Morgenübungen machen oder auch nicht.  Je nach dem wie mein morgentlicher Dialog mit meinem doch sehr hartnäckigen- ich mag nicht und nein heute nicht – ausgeht.   Ich finde diesen Verweigerer doch hartnäckig aber doch sehr vertraut, da er mich schon mein Leben lang zumindest soweit ich mich erinnern kann begleitet hat.  Natürlich hat er auch schon oft gewonnen und irgendwann sitzt er wahrscheinlich endgültig am längeren Hebel.  Aber bis dahin gibt’s noch viele spannende Auseinandersetzungen.

 

Der verstärkte Virus bedingte Rückzug treibt bei mir schon viele seltsame Blüten. Eine davon ist die Idee einen Blog zu beginnen und über unser Wohnprojekt ANLA , meine Befindlichkeiten- soweit sie öffentlichkeitstauglich- sind und übers Alt werden zu schreiben.  Dass ich mich mit dem Schreiben versuche, überrascht mich selbst. Ich finde ja, dass das nicht zu meinen Stärken gehört. Aber wer weiß vielleicht ist das ja auch dem Alter geschuldet und den doch an vielen Ecken erstaunlich hervortretenden Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Ja es gibt sie auch und zeitweise kommen sie neben den von allein ablaufenden körperlichen Abbauprozessen in den Vordergrund meines Bewusstseins.

Ich habe den Eindruck, dass bei mir diese Prozesse, hauptsächlich von der allgemeinen und meiner eigenen Lebensenergie abhängen.  Das ist besonders auch im Alter eine zentrale Frage, die man eigentlich jeden Tag neu beantworten kann, wenn man will. Aber wer will denn schon immer  …..

Dass ich finde dass das Schreiben nicht zu meinen Stärken gehört hat auch damit zu tun dass ich früher zu Schulzeiten doch sehr mit meinen legasthenischen Anteilen zu kämpfen hatte was unter anderem auch dazu geführt habe dass ich das, wohl nicht absichtlich, an meine Kinder vererbt habe und diese auch damit kämpfen konnten und dass  ich  auch einige Jahr  Legasthenietherapie  gegeben habe und dabei feststellte, dass sich schriftsprachliche Ausdrucksfreude auch mit etwas weniger Regelkompetenz seinen Weg bahnen kann.

 

Das heißt jetzt nicht, dass ich nicht jeden Rechtschreibfehler erbarmungslos mit Hilfe des Rechtschreibprogramms den Gar aus machen werde, vorausgesetzt er fällt mir und dem Programm auf.   Aber in Zeiten wo so gar mir beim Zeitungslesen Rechtschreibfehler auffallen hat sich ja die Bedeutungsschwere dieses Vergehens gegen unsere Ausdruckskultur etwas verringert.

 

Jedenfalls werde ich in diesem Bog versuchen meine sprachliche Produktion über meine Gedanken zum Altern und über unsere gemeinschaftlichen Prozesse in unserem Wohnprojekt zu trainieren und zu verbessern.

Sich klar werden was ist und es auch noch gedanklich und sprachlich zum Ausdruck zu bringen ist ja auch etwas was mir im eigenen Alterungsprozesses ein Stück weit Orientierung in der Komplexität dieses Prozesses verschafft.

Gerne können Sie, soweit sie daran teilhaben wollen, mir Rückmeldungen geben.

Alex

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